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Bundesgartenschau 2011 Koblenz
Rund um Koblenz

Erhaltenswert für die Nachwelt

Das Komitee der UNESCO hat im Jahr 2002 die Kulturlandschaft „Oberes Mittelrheintal“ zur Welterbestätte erklärt. Diese historische Region von großer Vielfalt und Schönheit verdankt sein imposantes Erscheinungsbild der natürlichen Flusslandschaft und der Gestaltung durch den Menschen. Seit zwei Jahrtausenden bildet das Mittelrheintal von Bingen bis Koblenz das zentrale Bindeglied des kulturellen und wirtschaftlichen Handelns zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas.

Der Schutz durch die UNESCO umfasst einen rund 65 Kilometer langen Abschnitt des Rheintals. Tief eingeschnitten formt das „Obere Mittelrheintal“ zugleich einen klimatisch einzigartigen  Naturraum, in dem Tiere und Pflanzen leben, die ansonsten nur in den mediterranen Landschaften zu finden sind. Es war mal umkämpfte Grenze, mal verbindende Brücke der Kulturen. So spiegelt dieses Erbe der Menschheit die wechselvolle Geschichte Europas mustergültig wider.

Grenzenloses Imperium – Welterbe LIMES

Seit 2005 besteht Welterbestatus für den Obergermanisch-Raetischen Limes, der auf 550 Kilometern Land- und Flußgrenzen das einstige Römische Reich zwischen dem Mittelrhein bei Rheinbrohl im Norden und Hienheim bei Regensburg an der Donau im Süden vom nicht römisch-zivilisierten Babaricum trennte. Zusammen mit Hadrianswall und Antoninuswall in Großbritannien wird dieses transnationale serielle UNESCO-Welterbe in Zukunft über Rhein und Donau, Schwarzes Meer, Türkei und Kleinasien, mit Euphrat, Ägypten und Nordafrika bis zum Atlantik die mehr als europäische Dimension des Imperium Romanum auf über 5500 Kilometern vermitteln. Im Wald haben sich besonders im Westerwald und Taunus über Jahrhunderte die Reste der Limeskastelle und Wachttürme, von Mauern, Wall und Graben eindrucksvoll erhalten. Wanderer erfahren an antiken Ruinen, bei Nachbauten von Palisaden, Türmen und Kastellen und in Museen die Faszination dieses größten archäologischen Denkmals.
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