Wege ohne Hindernisse – die Bundesgartenschau Koblenz 2011 steht allen Menschen offen. Die Ausstellungen eignen sich auch für Menschen mit Behinderung. Um dies zu gewährleisten, wurde schon während der Planungsphase gemeinsam mit Vertretern von Behindertenverbänden am „Runden Tisch Barrierefreie BUGA Koblenz 2011“ diskutiert. Ob für junge Familien mit Kinderwagen oder Senioren mit Gehhilfen, die Wege, die Gastronomie sowie die sanitären Einrichtungen erschließen sich ohne große Hindernisse. Mit geplanten Führungen und Verleihstationen von Mobilitätshilfen richten sich viele Angebote speziell an Besucher mit körperlichen Einschränkungen. Das bedeutet Erlebnis, Erholung und Entspannung für alle.
Um allen Besuchern einen uneingeschränkten BUGA-Tag bieten zu können, findet seit Beginn der Planungen eine regelmäßige Abstimmung der Daueranlagen- und Ausstellungsplanungen am "Runden Tisch Barrierefreie BUGA" statt. Dieser ist entstanden aus einem Workshop Ende 2008, zu dem die BUGA Koblenz 2011 GmbH alle entsprechenden Behindertenvertreter und –verbände aus Stadt, Region und Land eingeladen hatte.
Federführend für den Workshop ist der Landesbehindertenbeauftragter von Rheinland-Pfalz.
Die Planungen werden gemeinsam mit den Sachverständigen für barrierefreies Bauen besprochen, überprüft und überarbeitet. Außerdem werden durch Begehungen und Berollungen vor Ort die Behinderten in den Planungsprozess mit einbezogen. Ziel ist es, nicht die Geländeteile fertig zu stellen und später behindertengerecht zu ändern, sondern von Anfang an barrierefrei zu bauen.
Die wichtigsten Punkte der Planung im Überblick:
Uneingeschränkte Befahrbarkeit des Konrad-Adenauer-Ufers
- Ausgleich des bisherigen Höhenversprungs (Treppe) auf Höhe der Stresemannstraße durch großflächige topografische Änderungen.
- aufwändige barrierefreie Erschließung der Rheinzollstraße (zwei neue Rampen)
- barrierefreie Spielplätze, z.B. Wasserspielplatz
- barrierefreie Erschließung des rekonstruierten Schlossgartens
- möglichst barrierefreie Erschließung aller Bereiche
- Behindertenparkplätze und Infrastruktur (Restaurants, Toiletten, Bauten)
Die Planungen wurden exemplarisch an folgenden Punkten überarbeitet bzw. überprüft und optimiert:
- Materialwechsel an Wegerändern (für Sehbehinderte)
- gesenkte Einfassungen für Rasenfelder im Park vor dem Schloss
- Überarbeitung der Höhenplanung im Vorbereich des Deutschen Ecks
Neben diesen Bau- und Infrastrukturmaßnahmen werden zur Zeit die Ausstellungsplanung und der Betrieb der Gartenschau in den Gremien abgestimmt. Dazu zählen eine Ausstellungskonzeption, die verschiedenen Ansprüchen gerecht wird und Wegeleitsysteme.